Der Plattdeutsche Kreis in Rühen hatte sich am Dienstag, 8.Oktober 2013 aufgemacht um eine Besichtigungstour zu unternehmen. Der ehemalige Agrarwirtschaftler Hans Bertram begleitete die Gruppe und begann bereits auf der Fahrt in Richtung Wanzleben mit seinen Erläuterungen.

Viele der kleineren und alten Zuckerfabriken wurden stillgelegt. Eine der größten Zuckerfabriken entstand im Zuge der Reorganisation der Zuckerindustrie Sachsen-Anhalts. Von 1992 bis 1994 wurde das Werk in Klein Wanzleben, westlich von Magdeburg, neu errichtet. Klein Wanzleben ist einer der ältesten Standorte für Zuckerverarbeitung in Deutschland, bereits 1838 wurde hier die erste Zuckerfabrik in Betrieb genommen.

 

Heute sieht man in den vollautomatisierten Hallen kaum noch Menschen. Riesige Mengen werden hier verarbeitet und die Steuerung erfolgt über ein zentrales Computersystem in dem alles von der Anlieferung bis zur Verpackung gesteuert wird. Zum Beginn der Führung durch die Zuckerfabrik werden die Besucher mit einem kleinen Film auf die Dinge die es bei der Produktion zu sehen gibt eingestimmt. Mit Helm und Head-Set ausgerüstet ging es dann durch das Werk.

 

Die Wassermühle Fleitmühle in Bahrdorf  und das dortige Café waren eine weitere Station des Ausflugs. 1840 ist die heutige Mühle errichtet worden. Die Mahlkunden dieser Mühle kamen zum großen Teil aus den Dörfern der gegenüberliegenden Allerseite.

 

Auch auf der Rückfahrt wusste Bertram einiges über die Börde zu erzählen. So ist z. B. die Seehäuser Warte unweit der Allerquellen in einem hügeligen Gebiet zu finden.

Hier in der Börde befinden sich die fruchtbarsten Böden und die Region lebt schon seit ewigen Zeiten vorwiegend von der Landwirtschaft. Noch heute sind einige der damals sogenannten Rübenburgen zu sehen.

 

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts ging es der Region durch den boomenden Zuckerrübenanbau und die Zuckerherstellung sehr gut. Düngemittel wie Salpeter, Guano und Mineraldünger wie Kalisalz und Thomasmehl ließen die Erträge erheblich ansteigen. Mit Gründung der Uelzener Aktienzuckerfabrik 1884 wurden die Bauern selbst Aktionäre. So profitierten sie nicht nur vom Rüben- sondern auch am Zuckerverkauf.

Die Rübenblätter erwiesen sich als hervorragendes Futtermittel. Das erlaubte die Haltung von mehr Kühen, was wiederum dazu führte, dass Molkereien entstanden.

Die  großen Bauern leisteten sich Höfe die für die damalige Zeit sehr groß und teilweise villen- oder schlossähnlich waren, daher erhielten sie den Beinamen „Rübenburgen“.

 

Ein sehr interessanter Ausflug, bei dem nicht nur viel Wissenswertes über den Zucker, sondern auch über die Region vermittelt wurde.

Blick auf die Ökolandebahn.
Blick auf die Ökolandebahn.

Ökoflugfeld für Kinder, Natur und Umwelt

... so die Bezeichnung der
Wolfsburger Presse.
Was steckt dahinter: Beidseitig
unmittelbar neben der Startpiste
sind im Frühjahr 2012 Sonnenblumen
und ein Leguminosen-
Saatgemisch ausgesät worden.
Nach der Ausreife bleibt
der Bestand im Winter als Futterangebot
für kleine und große
heimische Vögel stehen.
Sieben Kürbissorten, vom Zier- bis
zum Riesenkürbis, gedeihen
neben Kartoffeln und sollen bei
einem Kürbis- und Kartoffelfest
spielend und naturnah das
Interesse der Kinder an Natur
und Vegetation wecken und
über Hauptnahrungsquellen
aufklären.
Ein Beweis, wie Technik und
Natur, Fauna, Flora und Habitat
prächtig neben- und miteinander
gedeihen und leben können

(Quelle: Buch "Über Wolfsburg" Hans Bertram)

 

Hans Bertram mit seiner Enkeltochter Katharina.
Hans Bertram mit seiner Enkeltochter Katharina.
Pilot und Doppeldecker-Flugzeug am Flugfeld in WOB-Ost, Gewerbegebiet Vogelsang.
Pilot und Doppeldecker-Flugzeug am Flugfeld in WOB-Ost, Gewerbegebiet Vogelsang.

Veranstaltung am Flugfeld

Herr Hosang, Sachverständiger des Staats- und Stadtforstes, betreibt Öffentlichkeitsarbreit.
Herr Hosang, Sachverständiger des Staats- und Stadtforstes, betreibt Öffentlichkeitsarbreit.
Historische Gerätschaften. Austellung am Flugfeld.
Historische Gerätschaften. Austellung am Flugfeld.
Das Ökoflugfeld aus Sicht des im Landeanflug befindlichen Piloten.
Das Ökoflugfeld aus Sicht des im Landeanflug befindlichen Piloten.
Ein volles Flugfeld am Tag der offenen Tür.
Ein volles Flugfeld am Tag der offenen Tür.
Jeder Flug wird von Fluglotsen koordiniert.
Jeder Flug wird von Fluglotsen koordiniert.
Das Interesse zu sehen und mitzufliegen ist unbeschreiblich.
Das Interesse zu sehen und mitzufliegen ist unbeschreiblich.
Der Besuch der Landebahn wird mit einem Fahrradausflug verbunden.
Der Besuch der Landebahn wird mit einem Fahrradausflug verbunden.

Reislinger Schüler bei der Kartoffelernte

Reislingen 27.September 2013 - Die dritte Klasse der Käferschule tauschte gestern das Klassenzimmer gegen ein Feld in Reislingen ein. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Ulrike Schaper ging es hinaus auf die Ökolandebahn. Dort wurden die Schüler bereits von Hans Bertram und zwei Helfern erwartet.

Kraut entfernen, ausgraben und lesen: Kartoffelernte wie vor vielen Jahren

Kartoffeln roden war angesagt. Im Rahmen des Sachkundeunterrichts hatte bereits in den Vorjahren „Käfer-Schüler“ einen solchen Ausflug gemacht. Hans Bertram erläuterte den Schülern wie lange man die Kartoffelpflanzen hegen und pflegen muss, bis letztlich der krautige Teil der Pflanze über der Erde vergeht und damit die Zeit der Ernte gekommen ist.

Mit altem landwirschaftlichen Gerät, der Rodehacke, wurden dann die Feldfrüchte an Licht gebracht. Wenn auch die Kinder nicht glauben die Kartoffeln wachsen bei Aldi im Regal, so war es doch für einige das erst Mal, dass sie selbst sehen und erleben konnten, wie Kartoffeln geerntet werden.

Die Lehrerin verriet noch, dass es ganz sicher eine Kostprobe der Knollen mit lecker Quark geben wird. Für die Schüler war es ein interessanter Ausflug und einige konnten auch auf Erfahrungen in Omas Garten verweisen. Sie erklärten ganz routiniert: „Die Kartoffeln aus dem eigenen Anbau die schmecken einfach viel besser als gekaufte!“

 

Kartoffelacker contra Klassenzimmer - mit Beuteln für das Erntegut bewaffnet ging es los
Kartoffelacker contra Klassenzimmer - mit Beuteln für das Erntegut bewaffnet ging es los
Die Kartoffeln brauchen gute Pflege, bis eine reiche Ernte eingefahren werden kann
Die Kartoffeln brauchen gute Pflege, bis eine reiche Ernte eingefahren werden kann
Kraut entfernen, ausgraben und lesen: Kartoffelernte wie vor vielen Jahren
Kraut entfernen, ausgraben und lesen: Kartoffelernte wie vor vielen Jahren